Beerdigung


Sterbende zu begleiten gehört zu den wesentlichen Aufgaben einer christlichen Gemeinde. Die Liebe zu einem Menschen und die Achtung vor der Menschenwürde fordern, dass niemand einsam sterben muss, dass Schmerzen und Beschwerden gelindert werden, dass die letzten Dinge geklärt werden können und dass Raum für Sinn- und Glaubensfragen angeboten wird. Wenn jemand krank ist und einen Besuch des Pfarrers wünscht, kann man sich jederzeit im Pfarramt (Tel. 3070) melden. Es ist auch möglich, Daheim das Abendmahl zu feiern. Angehörige können sich dazu mit am Bett versammeln und mit dem ihnen nahen Menschen Jesu Gegenwart feiern und erfahren. Der Wunsch nach einem Abendmahl sollte aber auf jeden Fall mit der kranken oder sterbenden Person vorher besprochen sein.

In der Regel melden uns die zuständigen Bestattungsunternehmen einen Sterbefall und sprechen mit dem Pfarramt nötige Terminfragen ab. Für die Beerdigungsfeier vereinbaren wir anschließend einen Gesprächstermin mit Ihnen, bei dem alle Angelegenheiten für die Beerdigung besprochen werden. Wenn es Ihnen möglich ist, überlegen Sie sich im Vorfeld, ob und welche Lieder gesungen werden sollen, ob es einen Bibelvers (z.B. Konfirmationsspruch) gab, der für den Verstorbenen / die Verstorbene von persönlicher Bedeutung war.
Bestattungen werden in Freilassing / in Saaldorf-Surheim / in Mitterfelden / in Feldkirchen und dem Umland auf den jeweiligen Friedhöfen vollzogen. In einer Beerdigungsfeier wird noch einmal auf das Leben der/des Verstorbenen zurückgeblickt und von einem Bibelwort her gedeutet. Sehr gerne kann auch ein verfasster Lebenslauf verlesen werden. Nach dreimaligem Erdwurf am Grab, Gebet und Segen treten auch die Angehörigen an das Grab und nehmen noch einmal Abschied, indem sie eine Schaufel voll Erde, eine Blume oder Blütenblätter in das Grab werfen. Gelegentlich werden am Grab auch Nachrufe gesprochen und Ehren-Kränze niedergelegt.

Vielfach folgt nach der Bestattung der so genannte “Leichtrunk”. Die Trauernden stärken sich für das Leben, das vor ihnen liegt. Wenn es zeitlich möglich ist, geht der Pfarrer gerne mit.

Am letzten Sonntag des Kirchenjahres (Ewigkeitssonntag / Sonntag vor dem 1. Advent) gedenkt die Gemeinde der Verstorbenen des Jahres und versichert sich ihrer Hoffnung auf Auferstehung. Im Gedenkgottesdienst, zu dem die Angehörigen mit einem persönlichen Brief eingeladen werden, werden für jede/n Verstorbene/n eine Kerze entzündet, die man gerne am Grab noch einmal entzünden kann.