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26. Oktober 2026

Vertrauen kann man lernen

Wenn die evangelische Kirchengemeinde zum Frauenfrühstück einlädt, kann man getrost vertrauen, dass man freundlich begrüßt und mit einem liebevoll vorbereiteten Frühstück verwöhnt wird. Ein Blick in den sehr gut belegten Gemeindesaal zeigt, dass viele Frauen diese Vertrauenserfahrung inzwischen gemacht haben und gerne wiederkommen und auch andere Frauen mitbringen.

Wenn dann auch noch die Thematik in die Lebensrealität aller Frauen hineinspricht, kann man wirklich von einem gewinnbringenden Vormittag sprechen. Und dazu hat diesmal wesentlich die Referentin Jutta Schmähl aus Teisendorf, vielen bekannt als Vertrauensfrau des Kirchenvorstands und Prädikantin in unserer Kirchengemeinde, mit ihrem spannenden und berührenden Impuls beigetragen.

Sie nahm ihre Zuhörerinnen mit auf ihre Lebensreise. Immer wieder wurde deutlich: Vertrauen kann man lernen und Vertrauen muss man lernen, weil Leben sonst nicht gelingen kann. Eine Teilnahme am Straßenverkehr ist nur für den möglich, der darauf vertraut, dass sich alle an die Verkehrsregeln halten. Aber klar ist auch: wer vertraut, macht sich vom Verhalten Anderer abhängig. Die kleine Zweijährige überschätzt den dreijährigen Bruder, wenn sie meint, dieser kann sie beim Sprung von der Sofalehne ebenso gut auffangen wie Papa und Mama.

So konnte Jutta Schmähl in den unterschiedlichsten Lebenssituationen immer wieder die Erfahrung machen, dass Gott ein absolut vertrauenswürdiger Vater ist, der Vertrauensschritte belohnt, was nicht heißt, dass nicht auch mal „Durststrecken“ auszuhalten sind, z.B. als Familie zu sechst in einem Gästezimmer zu leben im festen Vertrauen, dass Gott der Versorger die Wohnung noch bereitstellen wird. Genauso ist es dann auch geschehen: groß genug für eine sechsköpfige Familie, mit Garten, in schöner Umgebung und im leistbaren finanziellen Rahmen. In diesen spannungsgeladenen Zeiten hilft das Erinnern an bereits bewältigte Lebensherausforderungen, in denen man Gott auch als verlässlichen Vater erlebt hat, so die Referentin. Aber eine Hilfe ist auch so manche Bibelstelle, die ermutigt, tröstet, zur Geduld auffordert…

Dabei wird deutlich: In solchen Erfahrungen lernt man Gott immer besser kennen, und das macht das Leben richtig spannend. Auch die anschließenden Gespräche an den Tischen zeigten: Vertrauen kann und muss man lernen, um im Leben zu bestehen. Dieser Vormittag hat sicherlich dazu beigetragen, die eigenen Lebenssituationen zu bedenken und mutig Vertrauensschritte zu wagen, denn Gott lässt uns nicht hängen!

Text: Angelika Streichsbier Bilder: Jutta Schmähl

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