Das Frauenfrühstück am 28.3.2026 stand dieses Mal unter dem Motto „Abenteuer Leben“. Zu Gast war die Referentin Mag. Margit Eichhorn, Psychotherapeutin und seit 30 Jahren Mitarbeiterin bei Campus für Christus in Österreich. Frau Eichhorn erzählte den rund 70 anwesenden Frauen in gemütlicher und frühlingshafter Atmosphäre, die im Vorfeld vom Frühstücksteam gezaubert wurde, von ihrer Arbeit und auch ihrer Berufung für diese Arbeit. Seit 2020 ist sie zudem zwei bis drei Mal im Jahr auf den griechischen Inseln Lesbos und Samos als Therapeutin tätig, zu Corona Zeiten noch im Rahmen von Social Care. Damals war sie für alle psychisch und medizinisch auffälligen Flüchtlinge verantwortlich. Mittlerweile arbeitet sie für die freiwilligen Helfer und Helferinnen in den Flüchtlingscamps.
Margit Eichhorn hat sich als Lebensmotto gesteckt „Ich will meine Berufung leben.“ Sie stellte uns Fragen wie „Wofür brennt unser Herz?“, „Was ist für uns erfüllend?“
Sie machte uns Mut, dass man mit Gott in den Ring steigen kann und fighten kann und so lange dortbleiben sollte, bis alles ausgefochten ist. „Gott hält viel aus“, so ihre Worte, „An Gott darf ich alles heran tragen was mich bedrückt…“, aber ich sollte immer so lange ausharren bis Frieden ist, bis alles überstanden ist.
Es wurden uns weitere Fragen gestellt wie z. B. „Erlebe ich gute Freundschaft?“, „Bin ich glücklich zu Hause?“, „Geh‘ ich nach dem Frühstück wieder gerne nach Hause?“ Sie machte uns deutlich, wie wichtig Freunde im Leben sind und das es nie zu spät ist, Freundschaften zu knüpfen, aber dass man für eine gute Freundschaft auch viel investieren muss. Und wenn es einmal nicht so läuft, ist es wichtig, dass man nicht mit seiner Verbitterung und Enttäuschung stehen bleibt, sondern auch lernt, sich selbst vergeben zu können. Frau Eichhorn unterbrach ihren Vortrag für ein paar Minuten und gab den Frauen Gelegenheit, sich untereinander an den Tischen über das Gesprochene auszutauschen und sich selbst zu reflektieren.
Danach bat sie Jutta Schmähl von ihrem Umzugsabenteuer von vor 20 Jahren zu berichten, als sie mit ihrer Familie aus dem Schwarzwald nach Freilassing gezogen ist. Im Psalm 4,9 (Ich liege und schlafe ganz mit Frieden; denn allein du HERR, hilfst mir, dass ich sicher wohne), so Frau Schmähl, habe sie in dieser Situation immer wieder Trost für sich gefunden.
Margit Eichhorn ermutigte uns weiters dazu im Leben Fehler zulassen zu können. Man tendiere heutzutage immer mehr dazu, keine Fehler mehr machen zu dürfen. Wir brauchen aber unsere Komfortzone, so Frau Eichhorn, und wir müssen Raum schaffen für neue Herausforderungen, wir sollen unsere Grenzen erweitern, z. B. als Mama auch mal nicht erreichbar sein zu dürfen. Wir sollen Mut zur Vorläufigkeit haben. Viele Menschen gehen neue Dinge gar nicht an, weil sie Angst davor haben, nicht perfekt genug zu sein. Aber Gott liebt Abenteuer!
Zum Abschluss gab uns Frau Eichhorn noch folgendes bekanntes Gelassenheitsgebet (orig. Serenity Prayer) von Reinhold Niebuhr (US-amerikanischer Theologe) mit auf den Weg:
GOTT gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen,
die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern,
die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Das nächste Frauenfrühstück findet am 24.10.2026 statt.
Text: Grünberg Fotos: Grünberg / Maierle











