Beim Seniorenkreisnachmittag am 18. Nov. 2025 referierte Roland Sturm mit einem Lichtbildervortrag über seine Motorradreise nach Berlin.
Start war Freitag, der 18. Juli 2025 und die erste Etappe führte ihn ins Vogtland, in die Musikstadt Markneukirchen. Dort lebten die Pflegeeltern seiner Mutter, wo auch er sich bis 1979 immer wieder als Feriengast aufhielt. So konnte er als Zeitzeuge die Lebensverhältnisse in der damaligen DDR schildern.
Beim aktuellen Aufenthalt erzählte er über das Erlebnis eines Besuches bei einem Brieffreund und dessen Familie. Diesen Kamerad aus „alten“ Tagen hatte er seit August 1979 aus den Augen verloren. Entsprechend berührend war das Wiedersehen im Juli 2025.
Weiter ging es über wunderschöne, original erhaltene Alleen und malerische Dörfer in Richtung Sachsen-Anhalt. In der Nähe des Geiseltalsees fand Roland Unterkunft in einem Schlosshotel und besuchte Verwandtschaft aus der Familienlinie seines Vaters. Dieser hatte ihm Mitte der 1970er Jahre die Gegend gezeigt, in der die Familie Sturm väterlicherseits wohnte.
Mit Fotos wurde dargestellt, wie das Tagebergbaugebiet damals aussah und welche blühenden Landschaften nunmehr entstanden sind.
In Halle an der Saale stattete Roland der Paulusgemeinde einen Besuch ab und interviewte den Pfarrer im Ruhestand, Herrn Wolfgang Kleemann über dessen Erlebnisse bei der ostdeutschen Revolution 1989.
Nach Zwischenstopps beim Turnvater Jahn und einer berühmten Sektkellerei führte der Weg nach Spandau zu einem Freund.
Auch hier erlebte Roland eine Reise in die Vergangenheit - in die Kaiserzeit und auch in die Zeit des kalten Krieges, so zum Beispiel zur Glienicker Brücke, auf welcher der Austausch von Spionen stattfand.
Unter anderen berichtete Roland von einer Kirchengemeinde, deren Kirche direkt an der deutsch/deutschen Mauer lag und liebevoll restauriert worden ist. Von damals maximal 8 Kirchenbesuchern pro Messe ist die evangelisch-lutherische Gemeinde in Spandau zwischenzeitlich auf 20.000 Mitglieder angewachsen.
Nach diesen beeindruckenden Erlebnissen führte der Weg wieder zurück in Richtung Heimat, über Leipzig und Chemnitz mit Zwischenstopp in Bad Elster/Vogtland.
Insgesamt fuhr Roland auf seiner BMW R1200RT in zehn Tagen 1.829 km.
Berichten konnte er auch über die erfolgreiche ärztliche Behandlung einer Schulterverletzung, die er sich bei einem Sturz zugezogen hatte.
Diese Verletzung konnte ein Orthopäde ohne Operation behandeln.
Sogleich erkundigten sich zwei Besucherinnen des Vortrags nach diesem Doktor, da sie ihre Schulter Läsuren auch ohne OP´s ausheilen wollten.
Tatsächlich berichteten beide Damen zwei Monate später, dass auch bei ihnen die vorhergesagte Operation vermieden werden konnte.
Möglicherweise hat der empfohlene Arzt künftig enormen Zulauf😊
Wir danken dem Herrn, dass wir gesund ins Neue Jahr starten können.
Text und Bilder:Roland Sturm


