Gottesdienst “Schätzefest”

„Der Schatz im Acker“ (Mt 13,44) war das Evangelium des Gottesdienstes zum Schätzefest – und tatsächlich wurde dieser Schatz auf vielfältige Weise sichtbar: in klugen Kinderfragen, gemeinsamen Entdeckungen, einer festlich geschmückten Kirche und berührenden Momenten des Segnens und Feierns.

Sechs Kinder der 2. und 3. Klasse sind in den vergangenen Monaten gemeinsam mit ihren Familien den Schätzen des Glaubens nachgegangen: Taufe, Abendmahl, biblische Geschichten und der Erfahrung, dass Gott Menschen begleitet. Dabei zeigte sich: Glaube wächst im Alltag – im Fragen, Staunen und Unterwegssein.

Im Gottesdienst stellten die Kinder ihre Schatztruhen vor und erzählten von ihren Entdeckungen. Was ist mir wichtig geworden? Die Antworten waren einfach und klar: der Mut, sich etwas zuzutrauen, und die Erfahrung, mit Jesus unterwegs zu sein – auch dann, wenn der Weg noch nicht klar vor Augen liegt.

Ein bewegender Höhepunkt war die Segnung der Kinder. Gemeinsam mit ihren Eltern traten sie je einzeln nach vorne. Die Eltern sprachen ihren Kindern den Segen zu und versprachen ihnen, sie weiterhin anzunehmen, wie sie sind – mit ihren Fragen, ihrem Glauben und ihrer je eigenen Persönlichkeit. In diesen Momenten wurde es still im Kirchenraum. Manche erinnerten sich an die Taufe ihres Kindes, oft verbunden mit Dankbarkeit und neuer Vergewisserung.

Eindrücklich war auch das Abendmahl: Zunächst feierten die Schätzekinder in einer kleinen Runde, anschließend halfen sie beim Austeilen. So wurde sichtbar, dass Kinder zur feiernden Gemeinschaft gehören.

Bei Gesprächen im anschließenden Kirchencafé erzählten Eltern, wie wertvoll die gemeinsame Zeit gewesen ist. Viele waren dankbar für die Gespräche über Glaubensfragen und die Möglichkeit, Erinnerungen an die Taufe ihrer Kinder neu aufleben zu lassen.

Die Monate des Schätzefestes haben gezeigt: Der Schatz des Glaubens wird zum Segen, wenn Menschen gemeinsam auf Entdeckungsreise gehen und sich von Gott begeistern lassen.

Text und Foto: Bernhard Schröder und Susanne

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